
Diese Frage erreicht uns immer wieder.
Bitte lesen Sie dazu die untenstehenden Ausführungen von Hr. Spallinger, Leiter des Kreisjagdamtes im Kreis Reutlingen:
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"Bei Routinemessungen ab 1986 und einem landesweiten, aber nicht flächendeckenden Monitoring der radioaktiven Belastung von Schwarzwild zwischen 2002 und 2005 ergaben sich insgesamt vier Gebiete, in denen der Grenzwert von 600 Bq/kg Wildbret ein- oder mehrmals überschritten wurde. Es handelte sich hierbei v. a. um größere Wald- oder Moorgebiete mit speziellen Standortsbedingungen, die eine Auswaschung von radioaktivem Cäsium in tiefere Bodenschichten in nennenswertem Umfang verhindert haben und/oder auf den v. a. unterirdisch wachsende Pilze, die von Schwarzwild bevorzugt aufgenommen werden, Radio-Cäsium akkumulieren. Bei diesen vier Gebieten handelt es sich um Oberschwaben mit Schwerpunkten Illertal, Ochsenhausen, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Altdorfer Wald; Schwetzinger Hardt; Südschwarzwald mit den Schwerpunkten Schluchsee und St. Blasien; Schwäbischer Wald mit den Schwerpunkten Gaildorf und Lorch.
Das MLR hat deshalb gemeinsam mit dem Landesjagdverband ab Herbst 2005 ein Überwachungsprogramm aufgebaut. Die og. belasteten Gebiete sind dabei sog.
Überwachungsgebiete. Im
Reg. Bez. Tübingen zählen dazu der gesamte Lkrs. RV, Teile des
Alb-Donau-Kreises(Illertal) und Teile des Lkrs. BC. In Überwachungsgebieten sind die Jagdausübungsberechtigten aufgefordert, jedes erlegte Stück Schwarzwild auf die Gehalte an Radio-Cäsium untersuchen zu lassen. In den Überwachungsgebieten und deren Umgebung wird die Eigenkontrolle der Jäger von Stichproben-Untersuchungen der Lebensmittelüberwachungsbehörden in Metzgereien und der Gastronomie begleitet. In den Überwachungsgebieten darf Schwarzwild erst in Verkehr gebracht werden, wenn sichergestellt ist, dass der Grenzwert der radioaktiven Belastung nicht überschritten ist.
In den übrigen, nicht belasteten Teilen des Landes, darunter auch im Lkrs.
Reutlingen, wird seit 2005 im Rahmen eines amtlichen Monitorings jedes Jahr stichprobenweise Wildbret von Schwarzwild auf Radio-Cäsium untersucht.
Nach den uns vorliegenden Untersuchungsergebnissen wurden der Grenzwert nie, auch nicht annähernd erreicht. Das Wildbret von Schwarzwild kann im Lkrs. Reutlingen damit als radioaktiv unbelastet angesehen werden."
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Kreis Reutlingen: Radioaktivitätsmonitoring 2013 [13.0 KB]
Link zur CVUA Freiburg: Wildschweinfleisch und Radioaktivität 2012/13
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